
Da der Winter nun
langsam vorüber ist, haben wir uns
entschlossen das Thema Tauchen mal wieder intensiver anzugehen. Und da wir den
Ozean mit allem möglichen Getier direkt vor der Haustür haben, wollten wir nun nicht gleich wieder bis zum Great Barrier Reef fahren, sondern auch mal
Tauchplätze in der Nähe von Sydney inspizieren. Daher ging es am Freitagabend
mit dem Mietwagen (wieder einmal Bayswater) auf dem Highway Nummer 1 nach Süden
ins 100km entfernte Kiama. Dort hatte der Tauchclub der University of New South
Wales ein Haus für das Wochenende gemietet, in dem 20 Mitglieder Platz hatten
(uns eingeschlossen). Das Haus lag direkt am Strand und nur wenige Kilometer
vom Tauchplatz in Shellharbour entfernt.
Dort ging es dann
auch am Samstag in aller Früh hin. Nachdem wir uns die nötige Ausrüstung ausgeliehen
hatten, hieß es rein in den Tauchanzug,
rauf auf das Zodiac und hinunter ins kühle Nass. Und das Wasser war erstaunlich
kalt… Bei gerade mal 16 Grad auf 20 Meter Tiefe habe ich meinem Ruf als
Frostbeule alle Ehre gemacht. Hinzu kam noch eine deutlich eingeschränkte Sicht
von geschätzten acht Metern. Dass Anke tatsächlich noch einen kleinen Hai erspähen
konnte (neben einer Muräne und einer Krabbe das Highlight des Tauchtages) grenzt schon an ein Wunder. Ansonsten gab
es ganz viel Seegras und Kelp. Toll! Im Laufe des Tages nahm dann auch der Wellengang
mehr und mehr zu, so dass unser kleines Zodiac (das Schlauchboot mit Festrumpf
auf den Fotos) ordentlich herumgewirbelt wurde. Da wurde der Aufenthalt über
Wasser abenteuerlicher als unter Wasser.
Nach zwei Tauchgängen
zogen wir Bilanz und beschlossen, dass Tauchen im Oktober auf dem Sydneyer-Breitengrad
(entspricht Malaga im April ohne
Golfstrom ;-)) doch nicht so unser Ding ist. Da Anke auch eine ihrer Flossen beim letzten Einstieg ins Zodiac verloren hatte, war Tauchen für das Wochenende abgehakt. Wir verzichteten somit dankend auf den Nachttauchgang und widmeten uns dem gesellschaftlichen
Teil des Ausflugs bestehend aus Rugby (Neuseeland gegen Australien) und selbstgemachter
Bowle.

Am nächsten
Morgen wollten wir uns den Ort Kiama noch etwas genauer anschauen und fuhren
zum Blowhole - eine Art Geysire im Ozean (ohne Warmwasser) - und dem Kiama
Wochenendmarkt, wo wir bewundern konnten wie jemand seinen Autoanhänger zum Großgrill
umgerüstet hatte (siehe Foto).
Dann machten wir uns auch schon wieder auf den Rückweg
nach Sydney, jedoch mit einem Abstecher
in den Royal National Park, der direkt an die Stadt grenzt und ein wunderschönes
Rückzugsgebiet für den gestressten Großstädter bietet. Da es auch schon wieder
stramm auf die 30 Grad zu ging entschlossen wir uns, das Wochenende hier am
Strand ausklingen zu lassen.
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