Sonntag, 28. Oktober 2012

Tauchen in Kiama


Da der Winter nun langsam vorüber ist,  haben wir uns entschlossen das Thema Tauchen mal wieder intensiver anzugehen. Und da wir den Ozean mit allem möglichen Getier direkt vor der Haustür haben, wollten wir nun nicht gleich wieder bis zum Great Barrier Reef fahren, sondern auch mal Tauchplätze in der Nähe von Sydney inspizieren. Daher ging es am Freitagabend mit dem Mietwagen (wieder einmal Bayswater) auf dem Highway Nummer 1 nach Süden ins 100km entfernte Kiama. Dort hatte der Tauchclub der University of New South Wales ein Haus für das Wochenende gemietet, in dem 20 Mitglieder Platz hatten (uns eingeschlossen). Das Haus lag direkt am Strand und nur wenige Kilometer vom Tauchplatz in Shellharbour entfernt.

Dort ging es dann auch am Samstag in aller Früh hin. Nachdem wir uns die nötige Ausrüstung ausgeliehen hatten,  hieß es rein in den Tauchanzug, rauf auf das Zodiac und hinunter ins kühle Nass. Und das Wasser war erstaunlich kalt… Bei gerade mal 16 Grad auf 20 Meter Tiefe habe ich meinem Ruf als Frostbeule alle Ehre gemacht. Hinzu kam noch eine deutlich eingeschränkte Sicht von geschätzten acht Metern. Dass Anke tatsächlich noch einen kleinen Hai erspähen konnte (neben einer Muräne und einer Krabbe das Highlight des Tauchtages) grenzt schon an ein Wunder. Ansonsten gab es ganz viel Seegras und Kelp. Toll! Im Laufe des Tages nahm dann auch der Wellengang mehr und mehr zu, so dass unser kleines Zodiac (das Schlauchboot mit Festrumpf auf den Fotos) ordentlich herumgewirbelt wurde. Da wurde der Aufenthalt über Wasser abenteuerlicher als unter Wasser.

Nach zwei Tauchgängen zogen wir Bilanz und beschlossen, dass Tauchen im Oktober auf dem Sydneyer-Breitengrad (entspricht Malaga  im April ohne Golfstrom ;-)) doch nicht so unser Ding ist. Da Anke auch eine ihrer Flossen beim letzten Einstieg ins Zodiac verloren hatte, war Tauchen für das Wochenende abgehakt. Wir verzichteten somit dankend auf den Nachttauchgang und widmeten uns dem gesellschaftlichen Teil des Ausflugs bestehend aus Rugby (Neuseeland gegen Australien) und selbstgemachter Bowle. 

Am nächsten Morgen wollten wir uns den Ort Kiama noch etwas genauer anschauen und fuhren zum Blowhole - eine Art Geysire im Ozean (ohne Warmwasser) - und dem Kiama Wochenendmarkt, wo wir bewundern konnten wie jemand seinen Autoanhänger zum Großgrill umgerüstet hatte (siehe Foto). 

Dann machten wir uns auch schon wieder auf den Rückweg  nach Sydney, jedoch mit einem Abstecher in den Royal National Park, der direkt an die Stadt grenzt und ein wunderschönes Rückzugsgebiet für den gestressten Großstädter bietet. Da es auch schon wieder stramm auf die 30 Grad zu ging entschlossen wir uns, das Wochenende hier am Strand ausklingen zu lassen.

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