Seit nunmehr drei
Tagen regnet es unaufhörlich in Sydney und bietet uns die Gelegenheit, uns etwas
ausführlicher den Spielen in Sochi zu widmen. Die Deutschen liegen ja sehr
gut im Rennen und führen den Medaillenspiegel nun schon über eine halbe Woche
an. Dies hält jedoch die australischen Fernsehsender nicht davon ab, ausschließlich
über ihre nationalen „Favoriten“ zu berichten. Diese schneiden dann auch zuverlässig
meist im hinteren Drittel des Teilnehmerfeldes ab. Egal, Patriotismus muss
sein. Jedenfalls konnten wir noch nicht
einen deutschen Goldmedaillensieg im Fernsehen bestaunen, da, wenn gerade mal
kein Australier teilnimmt, als nächstes über Engländer (die liegen ja noch ganz
gut im Rennen) und dann Neuseeländer berichtet wird.
Trotz der starken
lokalen medialen Unterstützung hat es für Australien leider erst zu einer
Silber- und einer Bronzemedaille gereicht. Aber es wird weiter mitgefiebert und auf australische
Siege im Stile des Steven Bradbury in Salt Lake City gehofft - auch „The Most Unexpected Gold Medal In History“ genannt. “To make a Bradbury“ (einen Bradbury machen) ist
übrigens in Australien zu einem geflügelten Wort geworden. Wer sich das Video
anschaut, versteht warum…
In der Tat Hammer-Rennen, was der Herr Bradbury da geliefert hat ;)
AntwortenLöschenHier auch noch ein Artikel zum Thema Olympia und Patriotismus, wo wir gerade beim Thema sind:
http://www.ipg-journal.de/kommentar/artikel/die-idiotie-olympischer-werte-257/
Gruß B.H. aus B.