Sonntag, 16. Februar 2014

Olympische Winterspiele in Australien

Seit nunmehr drei Tagen regnet es unaufhörlich in Sydney und bietet uns die Gelegenheit, uns etwas ausführlicher den Spielen in Sochi zu widmen. Die Deutschen liegen ja sehr gut im Rennen und führen den Medaillenspiegel nun schon über eine halbe Woche an. Dies hält jedoch die australischen Fernsehsender nicht davon ab, ausschließlich über ihre nationalen „Favoriten“ zu berichten. Diese schneiden dann auch zuverlässig meist im hinteren Drittel des Teilnehmerfeldes ab. Egal, Patriotismus muss sein. Jedenfalls konnten wir noch nicht einen deutschen Goldmedaillensieg im Fernsehen bestaunen, da, wenn gerade mal kein Australier teilnimmt, als nächstes über Engländer (die liegen ja noch ganz gut im Rennen) und dann Neuseeländer berichtet wird.

Trotz der starken lokalen medialen Unterstützung hat es für Australien leider erst zu einer Silber- und einer Bronzemedaille gereicht. Aber es wird weiter mitgefiebert und auf australische Siege im Stile des Steven Bradbury in Salt Lake City gehofft - auch „The Most Unexpected Gold Medal In History“ genannt. “To make a Bradbury“ (einen Bradbury machen) ist übrigens in Australien zu einem geflügelten Wort geworden. Wer sich das Video anschaut, versteht warum…

1 Kommentar:

  1. In der Tat Hammer-Rennen, was der Herr Bradbury da geliefert hat ;)

    Hier auch noch ein Artikel zum Thema Olympia und Patriotismus, wo wir gerade beim Thema sind:

    http://www.ipg-journal.de/kommentar/artikel/die-idiotie-olympischer-werte-257/

    Gruß B.H. aus B.

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