Dienstag, 2. September 2014

... und am östlichsten Punkt von Australien.




Nach ‘Erledigung der Dienstgeschäfte’ in Rockhampton – btw lieben Gruß ans FLI, der Dienstreiseantragssprech ist mir noch gut in Erinnerung – ging’s dann über Brisbane gen Süden zurück nach NSW, genauer gesagt nach Ballina.





Ballina liegt direkt an der Küste und ist, nun ja, ein eher ruhiger Fleck. Allerdings beherbergt es etwas großes, ganz großes, und zwar den Riesenshrimp. Somit ist unsere Besichtigungsliste der 'großen Dinge', nach dem Merinoschaf, der Riesenbanane und dem springenden Krokodil nun um einen Eintrag reicher. Im Oktober wird übrigens noch ein weiterer Eintrag hinzukommen, welcher wird aber jetzt noch nicht verraten. Abgesehen von den schönen Sandstränden unterbrochen von einigen Klippen erinnert Ballina mit seinem hügeligen Hinterland und grünen Wiesen ansonsten etwas an England – wären da nicht noch zwischendurch die Zuckerrohrfelder und Macadamia-Plantagen und der ein oder andere Koala in den Eukalyptusbäumen.

Englisch war dann auch das Wetter, die Regenwolken begleiteten mich die ganze Zeit über. Da Ballina sogar über einen eigenen Flughafen verfügt und dank Qantas Link ganz gut an Sydney angebunden ist, konnte Martin wieder übers Wochenende einfliegen. Und so stand nach meinen Besuchen bei diversen Pferdehaltern, Amts- und Pferdetierärzten sowie auf der lokalen Rennbahn, am Wochenende dann etwas Ausflugsprogramm an.



Am Samstag machten wir uns trotz des Regens auf in den Nightcap National Park, um den lokalen Regenwald zu bewundern. Die Kombination Regen und Regenwald erschien uns passend. Nun ja, es war nass und aufgrund der tiefhängenden Regenwolken war leider mehr zu erahnen als wirklich etwas zu sehen. Immerhin der Anfang der Minyon-Wasserfälle war beeindruckend. Dank des anhaltenden Regens waren die nämlich nicht so klein wie es ihr Name sonst vielleicht vermuten lässt. Da das Wetter nun wirklich nicht zum Wandern einlud und der Rest der Straßen im Nationalpark aufgrund von Nässe gesperrt war, machten wir uns wieder auf den Rückweg und verbrachten den Nachmittag in einem gemütlichen Café in Lismore.

Sonntag klarte endlich der Himmel auf und so zog es uns Richtung Strand. Nach einem leckeren Frühstück im Ballina Lighthouse Café mit schönem Ausblick, fuhren wir die Küstenstraße entlang nach Byron Bay. Dort befindet sich der östlichste Punkt von Australien – zumindest auf dem Festland. 

Nach Besichtigung der Steilklippen und des Leuchtturms, ging’s weiter hinein ins Örtchen und zum Strand. Bryon Bay ist in ganz Australien für seine alternative Surfer- und Künstler-Lebenskultur berühmt, und obwohl außerhalb der Saison, war es erstaunlich voll am Strand und in den Restaurants und Bars ringsum. Zumindest war so für eine schöne Kaffeepause gesorgt. Wahrscheinlich zog der Sonnenschein nach dem vielen Regen die ganzen Leute wie magisch nach draußen. Und so unter Palmen sitzend kam dann auch schon Vorfreude auf den kommenden Sommer auf.


Nun bin ich erst einmal wieder zurück im Büro in Sydney. Allerdings heißt es bereits nächste Woche wieder Koffer packen, diesmal inklusive digitaler Rekorder, denn dann stehen die ersten ausführlichen Interviews mit meinen Studienteilnehmern an.


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